
Die Additive-Manufacturing-Branche zeigt sich im Frühjahr 2026 stabil, bewegt sich aber weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Das ist das Ergebnis der Frühjahrsumfrage des VDMA. „Unsere Mitgliedsunternehmen schlagen sich bemerkenswert gut, doch eine echte Trendwende sehen wir noch nicht“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA. Während im Herbst 2025 noch 29% der Unternehmen rückläufige Umsätze meldeten, liegt dieser Wert nun bei 19%. Gleichzeitig verzeichneten 49% der Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung. Insgesamt setzt sich damit die Konsolidierungsphase der Branche fort.
Kurzfristige Zurückhaltung, wachsende Zuversicht
Die Unternehmen blicken vorsichtig auf die nächsten Monate und rechnen mittelfristig mit einer spürbaren Belebung. Für die nächsten sechs Monate erwarten 41% der Unternehmen eine positive Entwicklung, für das kommende Jahr sogar 50% der Firmen. Besonders deutlich fällt der Ausblick auf die nächsten zwei Jahre aus: 76% der befragten Unternehmen erwarten einen wachsenden heimischen Markt. Dieser Wert liegt damit deutlich über dem Niveau der Herbstumfrage 2025, in der 63% mit Wachstum rechneten.
Auch im Exportgeschäft gehen die Mitgliedsunternehmen mittelfristig und langfristigen von steigenden Umsätzen aus. Dabei bleibt die EU für 80% der Unternehmen der wichtigste Absatzmarkt, während Exporte in die USA aufgrund der dortigen Zollpolitik zunehmend schwieriger planbar werden. Bereits im Herbst 2025 hatten die Unternehmen von einer deutlichen Belastung durch die US Zölle berichtet; diese Einschätzung bestätigt sich nun mit einer heterogenen Betroffenheit: Während einige Unternehmen kaum Auswirkungen spüren, berichten 30% von leichten und 38% von deutlichen Belastungen ihres Geschäfts.
Der internationale Wettbewerbsdruck verschärft sich weiter. 52% der Unternehmen sehen chinesische Anbieter als Wettbewerber – ein klarer Anstieg gegenüber früheren Erhebungen. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die deutsche Wettbewerber als besonders relevant einstufen, von 67 auf 59%.
Investitionen bleiben stabil
Eine Mehrheit der Unternehmen plant für die kommenden Monate unveränderte Investitionen, während ein relevanter Anteil zusätzliche Mittel vorsieht. Vor allem langfristig planen die Mitgliedsunternehmen wieder verstärkt in die additive Fertigung zu investieren. Dabei bleiben technische Themen, wie neue Anwendungen und technologische Entwicklungen der zentrale Treiber für das Geschäft.


















