
Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3Mrd.€ gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9% im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1% bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zeigt. Mit Blick auf den deutschen Maschinen- und Anlagenbau sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA: „Der Innovationsmotor Maschinenbau dreht auf und erreicht bei den Innovationsausgaben ein Rekordniveau. Im Jahr 2024 sind die Aufwendungen auf 19Mrd.€ gestiegen – ein überdurchschnittlicher Zuwachs von knapp 7% im Vergleich zum Vorjahr.“
Auch für die Jahre 2025 und 2026 planten die Unternehmen zum Erhebungszeitraum weiter mit Innovationsausgaben auf diesem Rekordniveau. „Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Krise und mannigfacher standortpolitischer Bremsklötze ist das beachtlich“, so Rauen. Die Stärkung von Instrumenten wie Forschungszulage und Industrielle Gemeinschaftsforschung sowie der breitenwirksame Ergebnistransfer seien erfolgskritisch.
„Zugelegt haben wir laut ZEW auch bei der Innovationsintensität, also dem Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz: von 5,4 auf 5,7%. Gleiches trifft zu auf den Umsatz mit Produktinnovationen, wo ein Anstieg von 15 auf 16% zu verzeichnen ist“, bemerkt Rauen.
Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Geschäftsprozessen oder Produkten sei die Branche vergleichsweise gut positioniert. 27% der Unternehmen nutzen laut ZEW hier schon KI, im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt beläuft sich der Wert auf 20%.


















