
Nach einer kurzen Erholung im Frühjahr hat sich die wirtschaftliche Stimmung zuletzt wieder eingetrübt, wie eine neue IW-Unternehmensbefragung zeigt. Das hat Folgen für den Arbeitsmarkt: 36% der Unternehmen planen, im kommenden Jahr Stellen zu streichen, nur 18% schaffen neue Jobs. Vor allem in der Industrie sind die Aussichten trüb: 41% der befragten Unternehmen wollen Stellen abbauen, nur etwa jede siebte Industriefirma will neue Arbeitsplätze schaffen. Für die Umfrage hat das IW im Oktober knapp 2.000 Unternehmen befragt – drei Viertel von ihnen rechnen damit, 2026 weniger oder höchstens genauso viel zu produzieren wie derzeit.
Auch die Investitionen dürften zurückgehen: Nur 23% der Unternehmen wollen im kommenden Jahr mehr investieren als 2025. 33% wollen hingegen weniger investieren. Damit verschärft sich die Investitionskrise in Deutschland: Eine über fünf Halbjahre anhaltende Phase negativer Investitionserwartungen gab es bei der IW-Konjunkturumfrage seit der bundesweiten Erhebung nicht.


















