
Zur beschleunigten Inbetriebnahme von IEC-61131-3-Applikationen bietet Codesys bereits eine Reihe von On-Board-Möglichkeiten. Dazu gehören automatisierte Regressionstests, integrierte SPS-Simulation zur hardwareunabhängigen Ausführung des Codes sowie ein spezieller Betriebsmodus zur Vorab-Verifikation von Verkabelung und Parametrierung angeschlossener I/Os bzw. Antriebe. Jetzt gibt es auch eine Simulationsschnittstelle zur direkten Anbindung der SPS an spezialisierte Simulationstools. Das nahtlos im Codesys Development System integrierte Add-on ermöglichteine Umschaltung zwischen realen I/Os einer Maschine und simulierten I/Os einer Maschinensimulation per Mausklick. Der Datenaustausch erfolgt im SPS-Zyklus über OPC UA PubSub und ist damit prinzipiell echtzeitfähig. Implizit wird eine Applikation für einen Codesys OPC UA Server erzeugt, in dessen Informationsmodell die Schnittstelle zu den E/A-Signalen beschrieben ist. Simulationstools scannen dieses Informationsmodell und bauen daraus die PubSub-Kommunikation auf. Die weitergeleiteten I/O-Signale werden den Signalen der Simulation zugeordnet, idealerweise über ihre symbolischen Namen. Somit steuert die SPS über die umgeleiteten E/As mit der realen SPS-Applikation das Simulationsmodell der Maschine, das dann auch entsprechende Rückmeldungen liefert. Als Steuerung können das geplante Zielsystem oder auch andere Plattformen eingesetzt werden, z.B. virtuelle Steuerungen im Linux-Container. Auf der SPS können sich Besucherinnen und Besucher live ein Bild vom Codesys Simulation Interface mit Anbindung an die Simulationssoftware Fe.screen-sim von F.EE und anderen Tools machen.


















