Sensorbasiertes Überwachungssystem für Drehbearbeitungen

Werkzeuge mit Sensoren steigern die Produktivität, indem sie den Schnitt stabilisieren und ungeplante Stillstände reduzieren.
Werkzeuge mit Sensoren steigern die Produktivität, indem sie den Schnitt stabilisieren und ungeplante Stillstände reduzieren.Bild: Sandvik Tooling Deutschland GmbH

Obwohl Unternehmen die Überwachung automatisiert, Maschinen vernetzt und Dashboards installiert haben, hängt der Moment, in dem das Werkzeug auf das Werkstück trifft, oft noch von der Intuition des Bedieners bzw. der Nachbearbeitungsprüfung ab. Hier kommt ein sensorisches Drehwerkzeugsystem für die Zerpanung zum Einsatz – CoroTurn Plus, das während der Bearbeitung Messdaten erfasst und auswertet. Es dient dazu, den eigentlichen Schneidprozess zu überwachen und auf Probleme wie Vibrationen, Rattern oder überhöhte Werkzeugbelastungen frühzeitig zu reagieren.Überträgt CoroTurn Plus Live-Daten an den CoroPlus Viewer auf einem PC oder Tablet, erhalten Bediener passive Echtzeiteinblicke in Oberflächenrattern und Schnittkräfte. Bei Überschreitung von Grenzwerten können auch akustische Alarme empfangen werden. Darüber hinaus können sie Trends im Vergleich zu Referenzprozessen sehen, bei Überschreitung von Grenzwerten Warnhinweise erhalten, Werte und Abweichungen überprüfen sowie Ereignisse markieren, um die Ursachenanalyse zu beschleunigen. Im Laufe der Zeit zeigen die gesammelten Signale an, wann eine Wendeschneidplatte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Auf diese Weise können Mitarbeiter sie zum richtigen Zeitpunkt austauschen und sowohl vorzeitige Wechsel als auch gravierende Maschinenausfälle vermeiden.

Die nächste Stufe ist der maschinenintegrierte Schutz, bei dem CoroTurn Plus und CoroPlus Connected kombiniert werden. In diesem Modus werden die gleichen Signale an die NC-Steuerung der Maschine weitergeleitet. Über die Software oder den NC-Code legen die Benutzer Grenzwerte für Rattern, Werkzeugbelastung und Vibrationen fest. Tritt ein unerwartetes Ereignis ein, leitet die Steuerung automatisch Schutzmaßnahmen ein. Dazu gehören das Anhalten nach einer Blockade, optionale Pausen sowie die Übersteuerung von Vorschub- und Schnittgeschwindigkeit.