KI für den vernetzten Mehrwert
Unter dem Aspekt Industrieller Intelligenz erschließen moderne Softwaresysteme vielfältige Optionen für vorausschauende Analysen, belastbare Handlungsempfehlungen, optimierte Lagerhaltung und Reaktionsfähigkeit in Echtzeit. Der besondere Mehrwert wird dabei durch maximale Flexibilität bei der Einbindung modernster Technologien in eine vernetzte, vollumfängliche IT-Infrastruktur erzielt.
 Mit dem PSI Java Framework (PJF) steht Anwendern von der Supply Chain Planung über Produktionsplanungs-, Enterprise Ressource Planning- und TMS-System bis hin zum Warehouse Management eine konfliktfrei vernetzte, vollumfängliche IT-Infrastruktur aus einer Hand zur Verfügung. PSI fasst dieses Modell modular kombinierbarer IT-Systeme unter dem Begriffspaar "Industrielle Intelligenz" zusammen.
Mit dem PSI Java Framework (PJF) steht Anwendern von der Supply Chain Planung über Produktionsplanungs-, Enterprise Ressource Planning- und TMS-System bis hin zum Warehouse Management eine konfliktfrei vernetzte, vollumfängliche IT-Infrastruktur aus einer Hand zur Verfügung. PSI fasst dieses Modell modular kombinierbarer IT-Systeme unter dem Begriffspaar „Industrielle Intelligenz“ zusammen.Bild: PSI Logistics GmbH

Infolge der Corona-Pandemie haben Dienstleister, Industrie- und Handelsunternehmen die Automatisierung der logistischen Prozesse an ihren Lagerstandorten deutlich intensiviert. Die Automatisierung und die damit verbundenen Schritte der digitalen Transformation steigern die Effizienz und erschließen Optimierungspotenziale. Enabler dieser Dynamik sind die jeweils prozesssteuernden Softwaresysteme. Ihr Leistungsspektrum, ihre Flexibilität und Wandelbarkeit werden von einer zukunftsfähigen Architektur sowie immanenter Upgrade- und Release-Fähigkeit definiert. Auf dieser Basis lassen sich kontinuierlich die aktuellen technologischen Entwicklungen und Lösungsoptionen komfortabel in die Softwareprodukte einbinden und sämtliche Wertschöpfungsprozesse datenbasiert integrieren.

Vor diesem Hintergrund hat die PSI mit dem PSI Java Framework (PJF) eine einzigartige Entwicklungsumgebung mit einheitlicher Programmierbasis aufgelegt und konzernweit etabliert. Neue, innovative Programmfunktionen, Applikationen und Technologien, die in einzelnen Geschäftseinheiten des PSI-Konzerns entwickelt werden, lassen damit in alle weiteren Produkte integrieren. Damit unterstützt der PJF die Erfordernisse nach Wandelbarkeit und durchgängige Vernetzung der Systeme. Ergebnis dieser wechselseitigen Integrationsfähigkeit von Modulen und Funktionalitäten der im Konzern entwickelten Softwareprodukte sind Individualsysteme auf Basis konfigurierbarer Standardmodule mit weitreichendsten Funktionsumfängen. Den Anwendern steht von der Supply Chain Planung über Produktionsplanungs-, Enterprise Ressource Planning- und TMS-System bis hin zum Warehouse Management eine konfliktfrei vernetzte, vollumfängliche IT-Infrastruktur aus einer Hand zur Verfügung. Die PSI fasst dieses Modell modular kombinierbarer IT-Systeme unter dem Begriffspaar „Industrielle Intelligenz“ zusammen.

Algorithmen generieren Mehrwert

Im Verständnis der PSI beinhaltet Industrielle Intelligenz neben koordinierter Prozesssteuerung insbesondere die Vernetzung, Filterung und intelligente Verarbeitung durchgängig erfasster Daten. Dabei setzt der PSI-Konzern aktuell auf Lösungen, welche die Verlässlichkeit und Robustheit industriellen Prozesswissens mit dem gesamten Methodenspektrum der Künstlichen Intelligenz (KI) kombinieren. Die Stabilität der Lösungen ist durch die industriell erprobte PSI-Softwaretechnologie und durch das PSI-Framework gesichert. Spezielle Algorithmen generieren dabei Mehrwert etwa durch vorausschauende Analysen und daraus abgeleitete, belastbare Handlungsempfehlungen. Anwendungsbeispiele dafür erstrecken sich über den gesamten Lebenszyklus: So optimieren intelligente Empfehlungen, generatives Design, Anomalie-Erkennung und vorbeugende Wartung beispielsweise die Art und Geschwindigkeit, mit denen Produkte entworfen und produziert werden. Erweiterte Fuzzy-Logik wiederum verbessert die Lagerhaltung, den Warentransport sowie Kennzahlen-gestützte Produktionsprozesse. Sie generiert Kosteneinsparungen etwa durch Reihenfolgenbildung mit flexiblem Ressourceneinsatz, durch Ausbalancieren von Zielkonflikten, vereinfachte Verpackungslogistik und verbesserter Reaktionsfähigkeit in Echtzeit.

Um industrielle KI wertschöpfend zu nutzen, müssen die Algorithmen allerdings nahtlos mit Software und Automatisierung sowie der entsprechenden IT-Infrastruktur interagieren. Der PSI-Konzern setzt Künstliche Intelligenz bereits seit zwei Jahrzehnten für die Optimierung des Energie- und Materialflusses in industriellen Prozessen ein. Mit integrierten KI-Verfahren leisten Produkte der PSI bereits heute einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Energieversorgung und nachhaltiger Produktion. Auf Grundlage der hochverfügbaren PSI-Software-Plattform werden gegenwärtig mehr als fünfzig verschiedene KI-Verfahren in Kundenprojekten produktiv eingesetzt.

Kommissionierzeiten bis zu 30 Prozent reduziert

Neben klassischen betriebswirtschaftlichen Zielen rücken dabei vermehrt Nachhaltigkeitsziele in den Mittelpunkt. So optimieren KI-Algorithmen der PSI den Energie- und Ressourceneinsatz in der Metallindustrie und begleiten den Strukturwandel zu CO2-armer Stahlproduktion. Bei der Optimierung von Montagesequenzen in der Automobilindustrie lassen sich mit Qualicision durchschnittlich 15 Prozent der Ressourcen einsparen. Das entspricht für eine Fahrzeugfabrik einer jährlichen CO2-Reduzierung von mehreren tausend Tonnen.

In der Logistik lassen sich durch Nutzung maschineller Lernmechanismen für koordinierte Prozesssteuerung die Kommissionierwege und -zeiten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Innovative Funktionsumfänge im Warehouse Management System PSIwms steigern die Prozesseffizienz im Distributionszentrum insgesamt um mehr als zehn Prozent. So verbessert etwa der Adaptive Auftragsstart im PSIwms, der bei der Prozesssteuerung mit leistungsstarken KI-Algorithmen selbstständig viele Lagerkennzahlen nach konfigurierbaren Parametern ausbalanciert und Spitzen automatisch ausgleicht, zugleich den Energieeinsatz wie auch die Performance im Lager. Die PSIwms-Funktion einer dynamischen Ressourcenplanung unterstützt zudem die Flexibilität sowie den nachhaltig optimierten Einsatz von Geräten und Mitarbeitern.

Integrierter Emissionskalkulator berechnet CO2-Footprint

In der Transportlogistik ermöglicht die Optimierung logistischer Netzwerke mit dem Transport Management System PSItms und PSIglobal, dem Planungs- und Steuerungssystem für das strategische Supply Chain Network Design, eine Verringerung des Emissionsausstoßes um rund zehn Prozent. Mit der integrierten Simulations- und Szenariotechnologie sowie den integrierten Analysemodellen bildet PSIglobal eine effiziente Basis für den strategischen Auf- und Ausbau mehrstufiger und multimodaler Logistiknetze, eine kontinuierliche Überprüfung und Optimierung der Logistiknetze sowie für ein effizientes Supply Chain Risk-Management. Supply-Chain-Optimierungen wie etwa die optimale Standortauswahl für Logistikzentren, werden durch verschiedenste Auswahlkriterien und kombinatorische Verfahren unterstützt. Dabei lassen sich Produktionskapazitäten, Transportwege und Materialflüsse sowie Transport- und Lagerkosten, Sendungsrouting und Tourenplanung umfassend einbinden und bei Bedarf gegeneinander abwägen und optimieren. Neben den Kosteneinsparungen durch verbesserte Auslastung, intelligent geplante, mehrstufige und multimodale Logistiknetze und optimierte Routenführung ermöglicht PSIglobal dabei mit einem integrierten Emissionskalkulator die Berechnung und Optimierung des Energieverbrauchs von Transportleistungen und weist die Treibhausgas-Emissionen (CO2-Footprint) nach EU-Norm DIN EN 16258 für Speditions- und Logistikdienstleister aus.

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