Durchgängige Prozesse dank Integration von CAD, PDM und ERP
Effizienz im Lasermaschinenbau
Evosys Laser ist Experte für das Laser-Kunststoffschweißen. Das mittelständische Unternehmen aus Erlangen konnte mithilfe des Systemhauses Solid System Team (SST) durchgängige digitale Prozesse von der Konstruktion über die Fertigung bis zum Einkauf realisieren.

Seit 2015 entwickelt und fertigt Evosys maßgeschneiderte Lasersysteme für die Materialbearbeitung, wie Laser-Kunststoffschweißen, Laserlöten und Mikrometallschweißungen. Der Maschinenbauer bietet vor allem Unternehmen aus dem Automotive-, Medizintechnik- und Consumer-Umfeld kreative Lösungen für anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben, insbesondere beim Laser-Kunststoffschweißen. Aufgrund seiner Vorteile – hohe Präzision, lokal gut dosierbare Energieeinbringung und Sauberkeit – hat sich dieses Werkzeug in der Fertigung einen festen Platz gesichert, nicht zuletzt, weil es Kunststoffteile zuverlässig und prozesssicher miteinander verbindet.

Zuverlässigkeit und Sicherheit wünschte sich Evosys auch für die eigenen Unternehmensprozesse. Das Ziel sollte gleich von Anfang an eine durchgängige Lösung bestehend aus CAD-, PDM/PLM- und ERP-Software sein. Schon kurz nach der Gründung hatte sich Evosys zeitgleich mit der ersten Workstation ein integriertes CAD- und PDM-System beschafft und vertraute dabei auf das Know-how von Solid System Team. „Bereits bei meinem vorigen Arbeitgeber habe ich mit SST sehr gut zusammengearbeitet“, erzählt Andreas Kraus, Manager Operations bei Evosys. Die positiven Erfahrungswerte sowie die vollumfängliche Betreuung seien ausschlaggebend gewesen, sich erneut auf die SST als langjährigen Partner einzulassen. „Unser Erfolgsrezept ist der ganzheitliche Ansatz, der weit über den Verkauf von Software-Lizenzen hinausgeht. Mit der Kombination aus prozessorientierter Beratung, passgenauer Software-Integration, Datenmigration sowie Support- und Wartungsdienstleistungen im laufenden Betrieb können wir als Systemhaus unseren Kunden eine ganzheitliche Betreuung bieten“, sagt Tim Dornbusch, Head of Key Account Management bei SST.

Nach der grundlegenden Potenzialanalyse wurde für Evosys eine Lösung bestehend aus dem 3D CAD Solid Edge und der Produktdatenmanagement-Software PDM Studio erarbeitet. Andreas Kraus, der seit mittlerweile 19 Jahren auf den Lösungspartner SST vertraut, fasst die Vorteile der Lösung zusammen: „Mit Solid Edge und PDM Studio wird dem Konstrukteur ein umfängliches Werkzeug an die Hand gegeben, um die Konstruktion von kundenspezifischen wie standardisierten Lösungen erfolgreich umzusetzen.“ In Solid Edge, das ein vollständiges 3D-Produktentwicklungsportfolio bietet, kann das Konstruktionsteam von Evosys sowohl Stand-Alone-Maschinen als auch vollverkettete Sonderlösungen für die Lasermaterialbearbeitung umsetzen. Eine Besonderheit von Solid Edge ist dabei die Kombination von sequentieller Modellierung mit der so genannten Synchronous Technology. Die kombiniert die Geschwindigkeit und Einfachheit der Direktmodellierung mit der Flexibilität und den Steuerungsmöglichkeiten der parametrischen Konstruktion.

Doch die in der Konstruktion verwendete Software hat heute Einfluss auf Prozesse weit über die Abteilungsgrenze hinaus. Das zeigte sich auch in diesem Projekt: Nicht nur in der Fertigung, sondern auch im Einkauf und der technischen Redaktion haben Bauteile und Baugruppen enorme Bedeutung. Denn in diesen und weiteren Abteilungen müssen die Konstruktionsdaten und deren Meta-Informationen ebenfalls in diversen Formaten wie als Stücklisten oder als interaktive PDFs in entsprechender Versionierung und mit aktuellem Status zur Verfügung stehen und verarbeitet werden. „Hätten wir unsere Daten einfach in einer Verzeichnisstruktur auf dem Server abgelegt, wären wir sicherlich schnell an unsere Grenzen gekommen und hätten viel an Effizienz eingebüßt“, konstatiert Andreas Kraus. Aus diesem Grund entschied sich der Lasermaschinen-Anbieter direkt für PDM Studio: Damit lassen sich die umfassenden Konstruktionsdaten der Laser-Maschinen unternehmensweit strukturiert verwalten und allen beteiligten Abteilungen und Mitarbeitern so zur Verfügung stellen, wie sie es für ihre Arbeit benötigen. Möglich machen dies die Integration in Solid Edge und Schnittstellen zu mehr als 130 weiteren Anwendungen und Datenquellen (z.B. ERP, MS Office). So werden nicht nur redundante Daten verhindert. Evosys profitiert auch davon, dass unterschiedliche Versionen und der Status von Bauteilen klar ersichtlich und damit Fehlproduktionen oder falsche technische Dokumentationen ausgeschlossen sind. Einen besonderen Effizienzschub liefert die PDM Studio-Funktion, wiederkehrende Prozesse zu automatisieren: Der sogenannte Converter Server erlaubt das automatische Befüllen von Eigenschaften wie Teilenummern, die Bereitstellung von Neutralformaten wie PDF, Step oder DXF oder die zeitlich gesteuerte Bereitstellung von Daten. Damit kann Evosys Zeit sparen, manuelle Routineaufgaben reduzieren und die Qualität erhöhen.

2018 rundete die Einführung eines ERP-Systems die ganzheitliche Lösung ab. Vorher arbeitete Evosys mit einer auf Excel basierenden Lösung. Die manuelle Handhabung der Daten war oftmals fehleranfällig und wegen der steigenden Datenmenge nach einiger Zeit nicht mehr zu bewältigen. Mit Ulysses ERP, das speziell auf mittelständische Fertigungsunternehmen wie Evosys ausgerichtet ist, lassen sich jetzt alle weiteren unternehmensrelevanten Daten durchgängig abbilden. Sogar vom Homeoffice aus können die Mitarbeiter problemlos auf das ERP-System zugreifen. Die Grundlagen von Ulysses ERP bilden Funktionen der Betriebsverwaltung, der Warenwirtschaft und des Dokumenten- und Projektmanagements. Für die Stücklistenübergabe, die Artikelverwaltung und das Änderungsmanagement ist auch hier eine direkte Anbindung der PDM-Lösung sowie die Integration des CAD-Systems unabdinglich. „Dank der Durchgängigkeit der einzelnen Software-Systeme standen Evosys von Anfang an alle Möglichkeiten einer effizienten Produktentwicklung offen“, berichtet Tim Dornbusch. „Die Schnittstellen zwischen Solid Edge, PDM Studio und Ulysses ERP ermöglichen, dass die Evosys-Mitarbeiter einheitliche Daten vom CAD über das PDM zum ERP für ihre Abteilung nutzen und weiterverarbeiten können.“ Die intelligente Verzahnung dieser Lösungen schenkt Evosys die Flexibilität, schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können, und fördert somit einen nachhaltigen Erfolg, wie Andreas Kraus bestätigt: „Unsere stringente CAD-/PDM-/ERP-Lösung war sicherlich ein wichtiger Baustein, um den gezeigten agilen Geschäftsverlauf der vergangenen fünf Jahre zu bewältigen.“

Aber mit der Integration der drei Systeme in die Infrastruktur und den anschließenden Einführungsschulungen war der gemeinsame Weg von Evosys und SST noch lange nicht beendet. Das Systemhaus übernimmt seither die Wartung der eingesetzten Software-Lösungen und unterstützt die Mitarbeiter im alltäglichen Betrieb mittels Hotline und weiteren Support-Dienstleistungen. „Das Solid System Team steht bei Fragen rund um Solid Edge, PDM Studio und die Anbindung von Ulysses ERP kompetent zur Seite. Mit dem Helpdesk und Ticketsystem werden Probleme zeitnah und zielgerichtet abgearbeitet“, freut sich Andreas Kraus. „So macht eine langjährige Partnerschaft Spaß.“

www.solid-system-team.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Walter AG
Bild: Walter AG
ISO P-Portfolio mit Wechselplatte ergänzt

ISO P-Portfolio mit Wechselplatte ergänzt

Mit der Wechselplatte P6006 für die Walter Standard-Bohrer D4140, D4240 sowie die Sonder- und Xpress-Familie für Stufenbohrungen D4340 bringt der Werkzeughersteller aus Tübingen einen eigens für unlegierte bzw. niedrig legierte Stähle entwickelten ‚Spezialisten‘ auf den Markt – eine Wechselplatte, die die universell einsetzbare Stahl-Platte P6001 hervorragend ergänzt.

Bild: ©bizvector/stock.adobe.com
Bild: ©bizvector/stock.adobe.com
Verwaltung mobiler Geräte und Apps in Field-Service-Management-Projekten

Verwaltung mobiler Geräte und Apps in Field-Service-Management-Projekten

Die Verwaltung von Apps auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten ist ein Thema, das während eines Field-Service-Management-Projekts oft erst während der Umsetzung aufgegriffen wird. Dabei ist eine effiziente App-Verwaltung und -Verteilung sowie der sichere Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk ein komplexer Bereich, über den sich Unternehmen bereits vor Beginn einer Field-Service-Management-Einführung Gedanken machen sollten.

Bild: Weiss GmbH
Bild: Weiss GmbH
Dem digitalen 
Engineering entgegen

Dem digitalen Engineering entgegen

Wir befinden uns im Jahre 2021. Der Maschinenbau hat die digitale Transformation angestoßen und man folgt ersten Pfaden hin zu einem Digital Engineering. Doch noch sind nicht alle auf diesem Weg. Das Unternehmen Weiss will hier strategisch vorangehen und bietet Maschinenbauern und Endanwendern moderne Tools zur leichteren Integration an – jeweils passend zum ihrem digitalen Reifegrad.