Smarte Verbindungstechnik


Automatisierung und IT wachsen zusammen

Das smarte I/O-Modul ist von TE mittlerweile zu einem eigenständigen cyberphysikalischen System weiterentwickelt worden, das sozusagen die Brücke zwischen der Automatisierungs- und der IT-Welt schlägt. Es lässt sich leicht nachrüsten und ist vielseitig einsetzbar, also nicht nur zur Überwachung des Energieverbrauchs, sondern auch für andere Anwendungen, mit denen die Produktivität gesteigert werden kann wie etwa eine vorausschauende Wartung. Der Prototyp dieses Systems mit dem Namen IoT OmniGate ist auf der SPS IPC Drives zu sehen. Er besteht aus Hardware sowie einer Administrationsumgebung und einem Datenmanagement-Tool. Die Hardware bietet sowohl Schnittstellen zu klassischen Sensoren für die Fabrikautomatisierung wie z.B.IO-Link via M12 als auch für die Kommunikation mit der SPS via Ethernet – der Prototyp unterstützt Profinet, aber es werden in Zukunft auch weitere Protokolle unterstütz. Zusätzlich gibt es eine Ethernet Schnittstelle zur Anbindung an die IT/Cloud. Über diese Schnittstelle lässt sich die IT-Anbindung der Sensoren und Steuerungen herstellen und Schnittstellen generieren, über die die erfassten Daten in strukturierter Form an andere Anwendungen wie etwa ERP-Systeme weitergeleitet werden können. Dadurch ist es nicht mehr erforderlich, die Daten von verschiedenen Orten abzufragen. Außerdem haben sie immer das gleiche Format, was die Arbeit sehr erleichtert.

Umgesetzte Pilotprojekte

Wie Fabriken von smarter Verbindungstechnik profitieren, zeigen Pilotprojekte, die TE in eigenen Produktionsstandorten umgesetzt hat. Mit diesen Projekten, die sich an den klassischen Value Drivern (Ressourcen, Anlagen/Prozesse, Arbeit, Lagerbestände, Qualität, Sicherheit und Flexibilität) orientieren, die die Grundlage für Operational Excellence bilden, konnte die Overall Equipment Effectivness (OEE) deutlich verbessert werden, oder anders ausgedrückt: was zuvor erst nach rund einem Jahr möglich war, wurde innerhalb von drei Monaten erreicht. Wie die Value Driver jeweils gewichtet werden, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Insofern bietet die Digitalisierung der Fabrik neue technische Möglichkeiten, mit denen sich die klassischen Value Driver auf wirtschaftliche Weise verbessern lassen.

Prozesseffizienz erhöhen

Das IIC-Testbed demonstriert, wie smarte Verbindungstechnologie dazu beiträgt, Daten von vorhandenen Sensoren an die Cloud anzubinden und dann in einem IT-System zu analysieren, um die Effizienz von Prozessen – in diesem Fall der Überwachung des Energieverbrauchs – zu erhöhen. Denn gerade für bestehende Infrastrukturen sind nachrüstbare Lösungen gefragt, die Ausfallzeiten minimieren, Kosten sparen und Produktivität erhöhen. Dass dieser Ansatz auch praxistauglich ist, haben Pilotprojekte in Fabriken von TE bewiesen.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren