Megatrends im Maschinenbau 2021

Nicht nur zum Jahresbeginn, sondern auch angesichts der aktuellen Gegebenheiten lohnt sich der Blick auf Entwicklungen und Trends im Maschinenbau besonders. Was erwarten Maschinenbauer beispielsweise in Sachen Digitalisierung? Wie verändern sich Aufgaben für Konstrukteure? Welche neuen Eigenschaften erhalten Maschinen? Nach den Megatrends haben wir bei führenden Maschinenbauern aus verschiedenen Marktsegmenten nachgefragt.

Bild: STILL GmbH
Bild: STILL GmbH
Reaktionsfähigkeit und Flexibilität

Reaktionsfähigkeit und Flexibilität

Anwender wollen heute in erster Linie eine sorgenfreie Intralogistik. Das bedeutet zum einen, dass Lösungen effizient und gleichzeitig kostengünstig sein müssen. Darüber hinaus erwarten Kunden, dass man sie über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes begleitet, das heißt auch entsprechende Dienstleistungen und Services zur kontinuierlichen Verbesserung und den Erhalt der Produkte anbietet, so Frank Müller, Senior Vice President Sales bei Still.

mehr lesen
Bild: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH
Bild: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH
Prozesse vereinfachen und beschleunigen

Prozesse vereinfachen und beschleunigen

Die Digitalisierung in der aktuellen Diskussion um Covid-19 bezieht sich vor allem auf das mobile Arbeiten und die Nutzung von Kommunikationssoftware, etwa für Videotelefonie. Hier gab es eine spürbare Zunahme aufgrund der durch die Pandemie entstandenen Notwendigkeit. Die Digitalisierung in produzierenden Unternehmen sei getrieben durch das Schlagwort Industrie 4.0 und werde seit Jahren vorangetrieben – selbstverständlich auch bei Paul Horn, so Markus Horn. Im Fokus stehen dabei vor allem der Vertrieb, das Marketing, z.B. bezüglich ISO13399, und die Produktion.

mehr lesen
Bild: FANUC Deutschland GmbH
Bild: FANUC Deutschland GmbH
Maschinen werden einfacher, schneller und zuverlässiger

Maschinen werden einfacher, schneller und zuverlässiger

Weniger Aufwand bei der Automatisierung von Werkzeugmaschinen und eine bessere Vernetzung der Maschinen untereinander – das sind einige der Megatrends für 2021 laut Stefan Raff, Head of Sales Robomachine Europe bei Fanuc. Mechanisch seien Maschinen momentan bereits an ihrem Limit. Verbesserungen lassen sich hingegen noch bei der Koordination von Prozessschritten oder bei der Intelligenz von Steuerungen erzielen.

mehr lesen
Bild: ARNO Werkzeuge, Karl-Heinz Arnold GmbH
Bild: ARNO Werkzeuge, Karl-Heinz Arnold GmbH
Maschinen werden multitaskingfähig

Maschinen werden multitaskingfähig

Moderne Maschinen müssen modular sein und sich für die Fertigung bauteilbezogen anpassen lassen – das ist laut Werner Meditz, Technischer Leiter bei Arno Werkzeuge, einer der großen Trends im Maschinenbau. Wichtige Voraussetzungen dafür: Die Standardisierung von Kommunikationsnetzwerken und die intuitive Maschinenbedienung, wie man es von Smartphones und Tablets gewohnt ist, meint Meditz.

mehr lesen
Bild: Trumpf GmbH + Co. KG
Bild: Trumpf GmbH + Co. KG
Digital vernetzte Lösungen entstehen gemeinsam

Digital vernetzte Lösungen entstehen gemeinsam

Digitale Vernetzung und Partnerschaften: Das sind die Megatrends laut Heinz-Jürgen Prokop, CEO Werkzeugmaschinen bei Trumpf. In seinem Statement erläutert er, wie sich mit vernetzten Lösungen Prozesse verschlanken und Kosten sparen lassen. Hierbei sei es auch wichtig, gemeinsam über Unternehmensgrenzen hinweg Lösungen im Sinne des Kunden zu schaffen oder Equipment-as-a-Service-Modelle anzubieten.

mehr lesen
Bild: ARBURG GmbH + Co KG
Bild: ARBURG GmbH + Co KG
Maschinen werden noch smarter

Maschinen werden noch smarter

Arbeitserleichterung, Kostensenkung und Produktionseffizienz: Das erwarten die Kunststoffverarbeiter von der Digitalisierung. Wie das erreicht werden soll? Guido Frohnhaus, Geschäftsführer Technik, spricht in seinem Experten-Statement von der smarten Maschine, die umfassende Vernetzungsmöglichkeiten bietet, ihre Prozesse überwacht, adaptiv regelt und die Bediener in jeder Situation aktiv unterstützt – das ist einer der Megatrends 2021. In diesem Zusammenhang nennt er auch die Nutzung von 5G, um z.B. die komplette Maschinensteuerung in ein Rechenzentrum oder in die Cloud zu verlagern.

mehr lesen
Bild: Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH
Bild: Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH
Ein smarter Technologiemix flexibilisiert die Produktion

Ein smarter Technologiemix flexibilisiert die Produktion

Zuverlässige Werkzeugmaschinen für die Komplettbearbeitung – das ist einer der Megatrends für den Maschinenbau, sagt Manfred Maier, COO bei Heller. Der Werkzeugmaschinenhersteller spricht hierbei von der maximalen Verfügbarkeit der Maschine rund um die Uhr. Mit dem Einsatz von verschiedenen Technologien lassen sich so Verfügbarkeit und Flexibilität erhöhen. Dabei betrachtet Heller das komplette Umfeld einer Fertigungssituation.

mehr lesen
Bild: SSI Schäfer
Bild: SSI Schäfer
KI lässt agilere Lieferketten entstehen

KI lässt agilere Lieferketten entstehen

Maximale Lieferfähigkeit, kürzeste Durchlaufzeiten und eine hohe Transparenz in der gesamten Lieferkette sind die großen Herausforderungen in der Intralogistik. Mit den Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz bietet ,ist das machbar, so Andreas Koch, Head of Standard Solutions bei SSI Schäfer, in seinem Experten-Statement. Die intelligente Analyse von Datenmengen ermögliche es, bisher unbekannte Zusammenhänge zu erkennen und sorge so für agilere und weniger störanfällige Lieferketten.

mehr lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Echtzeitsteuerung aus der Cloud

Echtzeitsteuerung aus der Cloud

Die Stuttgarter Maschinenfabrik bildet eine vollständig digitalisierte
Produktionsumgebung ab, in der maßgeschneiderte Produkte innerhalb der physikalischen Grenzen selbstorganisiert hergestellt werden können. Das erfordert eine neue technologische Infrastruktur, die auf dem Einsatz konvergenter Kommunikationstechnik und Echtzeit-Virtualisierung basiert. Zur Verwaltung virtualisierter Echtzeit-Steuerungsanwendungen bedarf es Erweiterungen von Orchestrierungswerkzeugen, die Cloud-Computing den notwendigen Determinismus ermöglichen.

Bild: INOSOFT GmbH
Bild: INOSOFT GmbH
Die Software hinter 
den Leitkegeln

Die Software hinter den Leitkegeln

X-Cone ist ein System zur Verwaltung von Leitkegeln im Straßenverkehr. Dessen Hersteller Buchhaus nutzt eine
Visualisierungslösung von Lenze, in der wiederum VisiWin 7 von Inosoft integriert wurde. Eine HMI-Software, die webbasiertes Arbeiten und Responsive Design unterstützt.

Bild: Uhlmann Pac-Systeme
Bild: Uhlmann Pac-Systeme
Weniger Risiko 
und bessere Qualität

Weniger Risiko und bessere Qualität

Die Industrie muss immer flexibler und schneller auf ihre Märkte reagieren, das gilt auch für Pharmaunternehmen. Infolgedessen werden Lieferzeiten ein zunehmend
entscheidendes Thema. Uhlmann Pac-Systeme, Systemanbieter für das Verpacken von Pharmazeutika aus Laupheim, wollte deshalb kürzere Durchlaufzeiten, beschleunigte Prozesse und Mehrkörpersimulation erreichen – und setzt dabei auf Simulationssoftware von Machineering.

Bild: Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen an der Leibniz Universität Hannover
Bild: Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen an der Leibniz Universität Hannover
Neues Modalanalysesystem mit bis zu 32 Sensoren

Neues Modalanalysesystem mit bis zu 32 Sensoren

Zur Schwingungsanalyse von Maschinen wurde am IFW ein neues Modalanalysesystem Simcenter SCADAS mobile der Firma Siemens beschafft. Hiermit ist es möglich sowohl die Eigenfrequenzen der Maschine oder eines Bauteils mit einer Modalanalyse, als auch die während des Prozess auftretenden Schwingungen mit einer Betriebsschwingungsanalyse zu identifizieren.

Bild: Contrinex Sensor GmbH
Bild: Contrinex Sensor GmbH
Taschenspieler

Taschenspieler

Smarte Sensoren sind das Herzstück der digitalen Fabrik: Sie machen
Anwendungen wie Condition Monitoring oder Predictive Maintenance überhaupt erst möglich. Die intelligenten Sensoren von Contrinex eignen sich für zahlreiche Einsatzgebiete, denn sie vereinen mehrere Erfassungsmodi in einem einzigen Gerät. Jetzt hat das Unternehmen als Zubehör das Tool PocketCodr-Konfigurator auf den Markt gebracht, mit dem sich die Sensoren ohne IT-Kenntnisse einrichten und abfragen lassen.