VDW-Symposien in Mexiko

17 Werkzeugmaschinenhersteller präsentierten sich in Querétaro und Monterrey

VDW-Symposien in Mexiko

In der ersten Dezemberwoche lud der VDW zu zwei Technologiesymposien nach Querétaro und Monterrey ein. Auf mexikanischer Seite war das Interesse groß. Rund 300 Kunden nahmen an den Veranstaltungen teil.

Bild: Verein Deutscher
Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

Seit 2010 hatte sich die Nachfrage aus Mexiko nach deutschen Werkzeugmaschinen auf rund 372Mio.€ im vergangenen Jahr vervierfacht. Damit etablierte sich Deutschland nach den USA und Japan auf Platz 3 der wichtigsten Lieferanten für mexikanische Produktionsbetriebe.

Neben Vorträgen, B2B-Meetings und zwei Fabrikbesuchen stand für die deutschen Unternehmen vor allem auch das Kennenlernen von Abläufen der in Mexiko traditionell starken Automobil- und Luftfahrtindustrie im Vordergrund.

In Mexiko dabei waren Vertreter von Alzmetall Werkzeugmaschinenfabrik, Chiron-Werke, die Emag-Gruppe, Gehring Technologies, Gleason Corporation, Gebr. Heller Maschinenfabrik, Grob-Werke, Heidenhain, Maschinenfabrik Berthold Hermle, Index-Werke, Open Mind Technologies, Profiroll Technologies, Schwäbische Werkzeugmaschinen, SHW Werkzeugmaschinen, Siemens, Alfred H. Schütte und Trumpf.

Flagge zeigen in Umbruchzeiten

Nach einer langen Phase des Wachstums legte die mexikanische Wirtschaft zuletzt eine Verschnaufpause ein und wird 2019 voraussichtlich nicht wachsen. Bei den Bruttoanlageinvestitionen wird im laufenden Jahr ein Rückgang um 4,5% erwartet, die Exporte deutscher Werkzeugmaschinenhersteller sanken in den ersten drei Quartalen 2019 gegenüber dem Vorjahreswert um 31%. „Die Entwicklung ist aktuell kritisch“, kommentierte Hans-Joachim Koschig, Leiter Vertrieb Americas bei den Index-Werken, die ernüchternden Zahlen. „Mexiko ist ein von der Automobilindustrie getriebener Markt. Wir spüren im Augenblick Verunsicherung und Investitionszurückhaltung.“

Einen Hoffnungsschimmer bieten die Prognosen für 2020, die eine leichte Erholung in Aussicht stellen. Die innenpolitische Situation hat sich nach der Regierungsneubildung im Sommer 2018 beruhigt, Stabilität wieder Einzug gehalten – eine wichtige Voraussetzung für Industrieunternehmen, die ihre zukünftige Produktion planen. Trotz der aktuellen Delle scheint die grundsätzlich positive Entwicklung für Werkzeugmaschinen intakt: Lag das Marktvolumen 2014 noch stabil bei 1,5Mrd.€, erreichte es seit 2015 stets einen Wert von rund 2Mrd.€.

Großes Interesse der Mexikaner an deutschen Angeboten

Das Fazit bei den deutschen Unternehmen fiel ausgesprochen positiv aus. „Für uns waren die beiden Veranstaltungen in Querétaro und Monterrey sehr erfolgreich“, zog etwa Peter Steimer, Regional Sales Manager Westcoast/Mexico bei Hermle USA Bilanz. „Wir konnten neue Kunden in der Aerospace-Industrie identifizieren, zu denen wir bislang keinen Zugang hatten, und sehr gute Kontakte knüpfen.“ Jürgen Gögelein, Area Sales Manager bei Chiron, ergänzte: „Die VDW-Symposien in Mexiko haben unsere Erwartungen übertroffen. Die hochqualifizierten Teilnehmer konnten Neuheiten für die Bearbeitung großer Bauteile in der Automobilindustrie, Luftfahrt und Medizintechnik erleben, in vielen Einzelgesprächen wurde unsere modulare Software zur Steuerung von Fertigungsprozessen nachgefragt“.

Die nächsten VDW-Technologiesymposien werden im April 2020 in Malaysia und im Dezember 2020 in Indien stattfinden.

Thematik: News
| News
Ausgabe:
Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
www.vdw.de

Das könnte Sie auch Interessieren