Supply Chain Management

Störungen in der Lieferkette vermeiden

Störungen in der Lieferkette können schnell zu Problemen führen. Jaggaer hat vier Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen Schwachstellen in der eigenen Lieferkette identifizieren können.
Bild: ©gilles lougassi/stock.adobe.com

Unvorhergesehene Lieferengpässe stellen Unternehmen unter Handlungszwang, wie Ereignisse wie die Corona-Pandemie, die Blockade des Suezkanals oder der Brand in einem Werk des Autochip-Lieferanten Renesas verdeutlicht. Umso wichtiger ist es, Schwachstellen in Lieferketten frühzeitig zu identifizieren und entgegenzuwirken. Der Source-to-Pay-Anbieter Jaggaer sieht vier wichtige strategische Maßnahmen, mit denen produzierende Unternehmen die Transparenz der Beschaffungsprozesse erhöhen, Risiken minimieren und die gesamte Supply Chain besser in den Griff bekommen können.

1) Lieferantenbasis diversifizieren

Unternehmen, die auf eine Single-Sourcing-Strategie setzen, sehen sich im Krisenfall mit einem hohen Ausfallrisiko konfrontiert. Eine Erweiterung des Lieferantenstamms kann dabei die Sicherheit erhöhen. Unternehmen müssen sich nicht länger auf die Lieferfähigkeit eines Hauptlieferanten verlassen. Jaggaer rät, den Ausbau des Lieferantennetzwerks stets höher zu gewichten als potenzielle Kosteneinsparungen.

2) 360°-Sicht

Auch Unternehmen mit einem breiten Lieferantenportfolio sind Risiken ausgesetzt, insbesondere wenn es an Transparenz mangelt. Ein Überblick über die verschiedenen Zuliefererebenen ist Grundvoraussetzung für eine widerstandsfähige Lieferkette. Laut Jaggaer gilt es, die beauftragten Lieferanten regelmäßig nach definierten Kriterien sowie Leistungskennzahlen zu bewerten und zu vergleichen, unter anderem in Bezug auf Qualität, Risiko, Wert und Compliance-Vorgaben. Dabei können Software-Lösungen unterstützen.

3) Ganzheitliches Lieferantenmanagement

Für die Resilienz von produzierenden Unternehmen sind Lieferantenbeziehungen ein wichtiger Faktor. Enge Partnerschaften können sich dabei insbesondere in Krisenzeiten auszahlen. Je nach strategischer Bedeutung können dabei neue Ansätze des Beziehungsmanagements erforderlich sein. Jedoch sollte laut der Jaggaer-Spezialisten darauf geachtet werden, auch kleine Lieferanten, die strategisch wichtige Waren beschaffen, nicht zu vernachlässigen. Darüber kann ein ganzheitliches Lieferantenmanagement bei der Identifikation von leistungsschwachen Zulieferern helfen. Zudem würden Synergien und bessere Möglichkeiten der Zusammenarbeit erkennbar, so die Jaggaer-Experten.

4) Supply Chain Audits und künstliche Intelligenz

Regelmäßige Audits können helfen, Schwachstellen in der Lieferkette aufzudecken. Durch Kombination von künstlicher Intelligenz bzw. maschinellem Lernen mit der Fachkompetenz der Mitarbeiter lassen sich die Zeit- und Kosteneffizienz bei großen Datenmengen wesentlich erhöhen und die Ergebnisfindung beschleunigen. Denn die neuen Technologien können relevante Informationen automatisch aggregieren, Datensätze testen und so Anomalien identifizieren. Durch Automatisierung dieser Prozesse können die Beschäftigten zur Optimierung der zeitdringlichsten Risiken und Chancen eingesetzt werden.

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