Sichere Antriebssteuerung

AS-i und CIP Safety über Sercos

Sichere Antriebssteuerung

AS-Interface eignet sich für das Zusammenspiel mit fast allen gängigen Automatisierungssystemen. Jetzt dringt der Kommunikationsstandard in neue Bereiche vor: Mit dem neuen AS-i Safety Gateway BWU3160 lassen sich mithilfe von CIP Safety über Sercos Antriebe sicher steuern und überwachen – auf direktem Weg und ohne zusätzliche Sicherheits-SPS.
Durchaus konkret ist die Zusammenarbeit von Unternehmen in den diversen Nutzerorganisationen im Bereich der Automatisierungstechnik: Hier entwickeln Mitglieder mit vereintem Know-how ein gemeinsames System weiter – um anschließend auf dem Markt mit ihren daraus abgeleiteten, eigenen Produkten als Wettbewerber gegeneinander anzutreten. Am Ende des Tages gibt es dabei nur Gewinner: die Mitgliedsunternehmen, weil die meisten von ihnen die Grundlagenforschung im Hinblick auf das System allein nicht hätten stemmen können – und vor allem die Kunden, weil sie effiziente Lösungen bekommen, die es ohne die Kooperation ihrer Lieferanten nicht gäbe.

Erfolgreicher Einzelfall

Das ist natürlich kein großes Geheimnis in den entsprechenden Branchen. Das Miteinander der Automatisierungs-Spezialisten funktioniert aber nicht nur auf der Ebene der jeweiligen Dachorganisationen, sondern auch in ganz konkreten Einzelfällen. „Wenn der Kunde es aktiv fordert, dann sind wir jederzeit bereit und in der Lage, ganz spezielle Aufgabenstellungen gemeinsam mit anderen Firmen zu lösen“, sagt Bihl+Wiedemann-Geschäftsführer Jochen Bihl. „Deshalb kann ich Anwender und Maschinenbauer nur ermuntern, ihre Wünsche offensiv zu formulieren und damit ihre Lieferanten anzuregen, die Zusammenarbeit der in den Maschinen eingesetzten Produkte noch weiter zu optimieren.“

AS-i und CIP Safety

Ein aktuelles Beispiel dafür ist das jüngste AS-i Safety Gateway BWU3160 von Bihl+Wiedemann, das völlig neue Möglichkeiten in der Maschinenkommunikation mit Antrieben bietet: Mithilfe von CIP Safety über Sercos kann es Antriebe von Bosch Rexroth auf direktem Weg sicher steuern, und zwar ohne die bisher nötige zusätzliche Sicherheits-SPS. Im Standardbereich werden die Antriebe dabei auch weiterhin von der serienmäßigen Steuerung dirigiert. Den sicheren Part jedoch übernimmt das Gateway, das sichere Funktionen im Antrieb anwählt und ihn im Zweifelsfall sicher abschaltet. Die Initialzündung zur Entwicklung des Produkts lieferten die Kunden, die die Vorteile beider Welten – die einfache Sicherheitstechnik von AS-i Safety und die anerkannte Antriebstechnik von Rexroth – auf kostengünstige Art miteinander kombinieren wollten. Die beiden Unternehmen suchten nach einer gemeinsamen Lösung für die Herausforderung. „Ich muss zugeben: Es war schon ein hartes Stück Arbeit, die Aufgabe zu bewältigen“, räumt Jochen Bihl ein. „Aber es hat sich absolut gelohnt.“

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Bihl+Wiedemann GmbH
www.bihl-wiedemann.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Sieb & Meyer AG
Bild: Sieb & Meyer AG
Ein weites Feld

Ein weites Feld

Frequenzumrichter ist nicht gleich Frequenzumrichter: Neben Standardausführungen und Modellen für mobile Applikationen stellen High-Speed-Umrichter für stationäre Applikationen eine besondere Nische dar. Genau hier positioniert sich das Unternehmen Sieb & Meyer – mit einer breiten Palette an Modellen und Ausführungen. Denn auch in diesem Bereich gilt es, auf die verschiedenen Anforderungen der jeweiligen Anwendungen einzugehen.

Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Maschinenfabrik 
Made in Stuttgart

Maschinenfabrik Made in Stuttgart

Die Stuttgarter Maschinenfabrik stellt eine vollständig digitalisierte Produktionsumgebung dar, in der vom Kunden individualisierte Produkte selbstorganisiert hergestellt werden. Dafür ist eine neue technologische Infrastruktur in Kombination mit einem durchgängigen Einsatz von digitalen Zwillingen erforderlich. Das erlaubt eine hohe Freiheit bei der Entwicklung von neuen Anwendungen und die nötige Flexibilität im Maschinenpark. Die Artikelserie soll beispielhafte Aspekte der Stuttgarter Maschinenfabrik beleuchten, um das Umsetzungsprojekt vorzustellen.