Großanlagenbau: Starkes Auftragswachstum in 2021

Bild: VDMA e.V.

Die von den Mitgliedern der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau (AGAB) verbuchten Auftragseingänge für 2021 lagen mit 21,2 Milliarden Euro um 78% über dem Vorjahresniveau. Triebfeder dieses Aufschwungs war das Auslandsgeschäft mit einer Exportquote von 85%. Großaufträge aus Schwellenländern sorgten für eine hohe Kapazitätsauslastung und lösten eine steigende Nachfrage nach Fachkräften aus. Gleichzeitig stiegen auch die Bestellungen für Industrieanlagen, die eine nachhaltige Produktion ermöglichen sowie für Services, die im vergangenen Jahr für 30% der Umsätze im Großanlagenbau verantwortlich waren.

2021: Auslandsgeschäft dank Großaufträgen im Höhenflug

Im Inland lagen die Bestellungen 2021 – wie schon im Vorjahr – bei 3,2 Milliarden Euro. Im Auslandsgeschäft kam es 2021 zu einer außergewöhnlich kräftigen Belebung. Die Auftragseingänge stiegen um 108% auf 18Mrd.€. Das größte Wachstum verzeichneten die Länder Osteuropas, auch die Bestellungen aus Ostasien und dem Nahen und Mittleren Osten legten kräftig zu.

2022: Steigende Unsicherheit aufgrund des Ukrainekrieges

Die meisten Mitglieder der AGAB waren im Januar noch sehr zuversichtlich und gingen von steigenden Auftragseingängen im laufenden Jahr aus. Die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eingetretene weltpolitische Zäsur und die auch vom Großanlagenbau unterstützten nationalen und internationalen Sanktionspakete könnten nun aber dazu führen, dass sich die Prognose vom Jahresanfang als zu optimistisch erweist. Jürgen Nowicki, Sprecher der AGAB und CEO von Linde Engineering, sagt: „Momentan berichten rund drei Viertel aller Großanlagenbauer von Unterbrechungen bei laufenden Projekten in Russland und der Ukraine sowie vom Ausfall wichtiger Lieferanten aus der Region. Das dämpft unsere Erwartungen in Bezug auf den Auftragseingang bis Ende 2023.“

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