Virtual Reality


Hilfsmittel für Konstrukteure

Doch nicht nur zu Präsentationszwecken eignet sich die VR-Technologie. Auch in der Planungs- und Konstruktionsphase kann sie zum Einsatz kommen. Denn weil die Anlage virtuell bereits existiert, werden mögliche Schwachstellen noch vor ihrem Aufbau erkannt. So erinnert sich Perten an einen Fall, in dem an einer Anlage für einen australischen Kunden noch nach dem Aufbau Korrekturen durchgeführt werden mussten. Der Grund: Der verbaute Fußlauf musste ein anderes Maß als in Deutschland besitzen, um konform zu den australischen Gesetzen zu sein. Dies zog seinerzeit einen großen Aufwand nach sich. „Heute können wir einfach den Sicherheitsbeauftragten des Kunden in die virtuelle Anlage einladen, sodass dieser eventuelle Hürden schon im Vorfeld benennen kann.“

Fruchtbare Zusammenarbeit

Als Konstruktionsingenieur ist Daniel Hübner für die Erstellung der 3D-Modelle zuständig. „Die native Datei aus dem 3D-CAD-Programm wird per Drag&Drop in die WeAre-Anwendung gezogen, wo sie innerhalb von wenigen Minuten automatisch in das benötigte Format konvertiert wird. Das Ausgangsprogramm spielt dabei keine Rolle“, erläutert er. Als Ergebnis erhält er ein skalierbares und virtuell begehbares 3D-Modell, das auch Explosionsansichten oder Schnittansichten erlaubt. Die Zusammenarbeit mit den Entwicklern des Startups funktioniert ebenfalls sehr gut. So habe man beim Anlagenbauer während der Entwicklungsphase zahlreiche Anregungen an die IT-Spezialisten weitergegeben. Viele davon wurden bereits umgesetzt oder werden in einem der regelmäßig veröffentlichten Updates berücksichtigt. Der Austausch ist ein kontinuierlicher Prozess, sodass Schauenburg auch zukünftige Neuerungen beeinflussen kann. Vorstellbar wäre zum Beispiel ein Modell, in dem jedes einzelne Teil virtuell gegriffen und in einen Warenkorb gelegt werden kann. Durch eine ERP-Anbindung könnte daraufhin automatisch die Bestellung des entsprechenden Teils erfolgen. Aktuell ist man bei Schauenburg jedoch sehr zufrieden mit dem Stand der VR-Lösung. „Wir haben die Anschaffung bereits allen Unternehmen der Schauenburg-Gruppe empfohlen“, sagt Hübner.

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