Bedien-Apps für das Smartphone erstellen

Bedien-Apps für das Smartphone erstellen

Klar ist, dass sich die Entwicklung einer nativen Smartphone-App für den App Store oder Google Play nur für Maschinen mit hohen Stückzahlen lohnt. Der initiale Entwicklungsaufwand einer App ist sehr hoch und der Wartungsaufwand durch die Versorgung mit Updates infolge der Weiterentwicklung von Android oder iOS darf nicht unterschätzt werden. Deshalb setzen viele Anbieter auf Browser- bzw. HTML5-basierte Lösungen. Mit der IP-Adresse wird die Website der Anlage direkt im Webbrowser angezeigt und bedient.

Keine Push-Nachrichten für Webseiten

Der Siegeszug von Smartphones wurde durch die Einführung von Push-Nachrichten mit iOS 3.0 im Jahr 2009 stark beschleunigt. Mit Push-Nachrichten lassen sich nicht nur Nachrichten empfangen, sondern die jeweilige App wird beim Anwählen der Nachricht gleich im richtigen Kontext geöffnet. Bei Browser-basierten Lösungen ist das Empfangen von Alarmmeldungen via Push-Nachrichten nicht möglich. Es werden Email- oder SMS-Alarme verschickt, dafür ist in der Regel ein Zusatz-Produkt, z.B. Gateway oder Router, notwendig.

Unzureichende Sicherheit

Die Experten sind sich einig: Industrie 4.0 birgt viele Vorteile, aber auch gravierende Sicherheitsrisiken. Will man mit einem klassischem Web-HMI sicher auf die Maschine zugreifen, dann müssen – wie im Fall von OPC UA – mindestens Zertifikate zwischen Bediengerät und Steuerung manuell ausgetauscht werden. Spätestens dann, wenn man auf dem privaten Smartphone Zertifikate installieren soll, sind die meisten überfordert und es wird lieber unsicher kommuniziert. Jeder wünscht sich eine einfache Lösung! Als Alternative wäre noch das Einrichten eines VPN-Netzwerkes denkbar, in dem dann sowohl die beteiligten Smartphones als auch die Anlage miteinander vernetzt sind. Das VPN müsste von IT-Administratoren manuell eingerichtet werden.

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Wedel-IT GmbH
www.unified-e.com

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