Kombinierte Lösung von 5thIndustry und Wandelbots
Mensch-Maschine-Kommunikation per App
In der Instandhaltung erfolgen Fehlermeldungen oder Absprachen mit Fachpersonal oftmals noch nicht ausreichend digital unterstützt. Gemeinsam haben 5thIndustry und Wandelbots eine Möglichkeit entwickelt, die Instandhaltern das Leben erleichtern soll.
Bild: 5thIndustry GmbH

Einen Anlagenpark instand zu halten ist in der Praxis eine hochkomplexe Aufgabe: Geplante und ungeplante Arbeiten sind mit den generell begrenzten Kapazitäten in Waage zu halten. Prioritäten der Produktion sind genauso zu berücksichtigen wie Fähigkeits- und Erfahrungsprofile der Mitarbeiter, wenn es darum geht das richtige Personal für spezifische Aufgaben einzuteilen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels eine Herausforderung. Die Tatsache, dass Instandhaltung immer mit einem inhomogenen Anlagenpark umzugehen hat, erhöht die Komplexität. Denn selbst Anlagen gleicher Hersteller weisen je nach Baujahr und Betrieb ihre Spezifika auf, denen Rechnung zu tragen ist.

Bild: Wandelbots GmbH

Instandhaltung oftmals nicht digital

Oftmals sind Tätigkeiten der Instandhaltung noch nicht voll digitalisiert. So erfolgen Störungsmeldungen bzw. -erfassungen, die Kommunikation mit Fachleuten bzw. zwischen einzelnen Teams und die Aufgabenpriorisierung vielfach noch nicht ausreichend digital unterstützt. Fehlender Echtzeit-Zugriff auf Informationen sowie die einfache Auswertung historischer Daten sind in der Regel nicht gegeben.

Wie sieht die Instandhaltung zukünftig aus?

Die Planung und Durchführung von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten werden auch künftig noch ‚People Business‘ sein – also eine Dependenz von Erfahrung und Fachwissen der handelnden Experten aufweisen. Komplexe technische Problemstellungen werden auch mittelfristig noch viel von Fachkräften mit spezifischen Fähigkeiten abverlangen. Daran werden auch Technologien wie Predictive Maintenance wenig ändern. Genau deswegen ist die industrielle Instandhaltung ein so spannendes Betätigungsfeld. Wesentlich ist die Frage: Was sind die Hebel, um den handelnden Personen ihre Arbeit so einfach wie möglich zu gestalten? Denn eine effizient arbeitende Instandhaltung ist nicht nur ein Kostenfaktor: Schnelle Problemlösung wirkt sich auch in einer Verbesserung der OEE (Overall Equipment Effectiveness) aus. Die Instandhaltung als Werttreiber einer leistungsfähigen Produktion. Essenziell für eine effiziente Arbeit ist die Vermeidung von Systembrüchen und Herstellung von Informationssymmetrie. Das bedeutet, dass alle Akteure des komplexen Ökosystems Fabrik in einer vernetzten und intuitiv zu nutzenden Echtzeit-Datenumgebung arbeiten. Im Privatleben erleben wir genau das, wenn wir Apps auf unserem Smartphone einsetzen. Hinzu kommt die Fragestellung einer effizienten Mensch-Maschine-Kommunikation: Denn mit dem Fortschreiten der Vernetzung von Anlagen über IIoT bzw. im Rahmen von Multi-Agenten-Systemen generieren Produktionsanlagen ein stetig steigendes Informationsangebot. Und genau darin liegt ein großes Potenzial, bisher manuelle Vorgänge zu automatisieren und Mitarbeiter von repetitiven Tätigkeiten zu entlasten.

Gemeinsames Projekt

Diese Überlegungen waren die Grundlage für die Kooperation zwischen 5thIndustry, einem Spezialisten für Shopfloor-Anwendungen und Wandelbots, einem Anbieter für No-Code-Roboterlösungen. Die Zielsetzung war es, durch einen Industrieroboter erfasste Störungen direkt in das cloudbasierte Ticketsystem der Instandhaltungsmitarbeiter einzubinden. Dazu wurde der Wandelbots Fleetmanager, eine Anwendung zur Flottenüberwachung von 6-Achs-Robotern mit der smarten Instandhaltungssoftware 5i.Maintenance gekoppelt. Die spezifischen Daten werden über ein Edge-Gerät in die Cloud geschickt. So kann automatisch festgestellt werden, ob ein Nothalt, eine Prozessunterbrechung ausgelöst oder eine Kraftgrenze überschritten wurde.

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