Das Rex-System im Maschinen- und Anlagenbau

Flexibilität und Platzeinsparung

Die Trends zu mehr Digitalisierung und der Einsparung von Bauraum im Schaltschrank oder Verteilerboxen sind im Maschinen- und Anlagenbau deutlich erkennbar. Immer kompaktere Anlagen und ein mehr an Informationen sowie die erhöhte Transparenz der Fertigungsprozesse sorgen für höhere Stückzahlen und mehr Profitabilität. Das betrifft im Besonderen die 24VDC-Steuerspannung. Es gibt immer kleinere und effektivere Schaltnetzteile, ebenso werden die Absicherung und Stromverteilung immer kompakter und intelligenter.
 Das System gewährleistet eine zuverlässige und transparente Versorgung der Geräte.
Das System gewährleistet eine zuverlässige und transparente Versorgung der Geräte.Bild: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH

Aktuelle Informationen über den Status der Stromkreise sind für eine gleichbleibend hohe Qualität bei steigenden Fertigungszahlen von hoher Bedeutung. Die Anzahl der von der Steuerspannung versorgten Sensoren und Aktoren nimmt in den Maschinen und Anlagen deutlich zu. Dadurch steigt auch die Notwendigkeit für eine zuverlässige und transparente Versorgung der Geräte, die ein Stromverteilungs- und Absicherungssystem gewährleisten muss. Um den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden, entwickelte E-T-A das Rex-System in den letzten Jahren immer weiter.

Das Rex-System mit modularem Aufbau ermöglicht dem Konstrukteur, seine DC 24 V-Stromverteilung genau auf seine Bedürfnisse anzupassen.
Das Rex-System mit modularem Aufbau ermöglicht dem Konstrukteur, seine DC 24 V-Stromverteilung genau auf seine Bedürfnisse anzupassen.Bild: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH

Kein Zubehör notwendig

Das Rex-System hat einen modularen Aufbau. Das ermöglicht dem Konstrukteur, seine 24VDC-Stromverteilung genau auf seine Bedürfnisse anzupassen. Das System startet auf der linken Seite mit EM12-Modul. Das Einspeisemodul wird mit dem Schaltnetzteil verbunden. Der maximale Betriebsstrom beträgt 40A. Die Versorgung des Systems erfolgt über den Rückwandbügel. Dieser Bügel verbindet die angereihten Sicherungsautomaten ohne jedes weitere Zubehör, wie Strombrücken- oder Schienen, und versorgt damit das gesamte System. Der Konstrukteur reiht dann die unterschiedlichen Sicherungsautomaten und Stromverteilungsmodule an das Einspeisemodul an. Die Sicherungsautomaten sind ein- oder zweikanalige Geräte mit einem festen oder einstellbaren Nennstrom.

Mehr Flexibilität durch großes Portfolio

Durch die unterschiedlichen Sicherungsautomaten und Stromverteilungsmodule ist das System flexibel und auf die Anforderungen des Kunden anpassbar. Die Geräte mit fester Nennstromstärke ermöglichen einen normkonformen Leitungsschutz nach EN60204-1. Dieses wird durch die Anpassung des integrierten Fail-Safe-Elements an die jeweilige Stromstärke des Sicherungsautomaten erreicht. Alternativ dazu reduzieren die einstellbaren Varianten die Lagerhaltung beim Kunden. Die Reduzierung von Lagerkapazitäten spart Geld und erhöht die Flexibilität beim Gerätetausch.

Die Sicherungsautomaten sind mit einer Nennstromstärke von 1 bis 20A erhältlich und erfüllen durch ihre UL-Konformität die Anforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus für den weltweiten Einsatz. Darüber hinaus werden die Sicherungsautomaten bis zu einem Nennstrom von 4A den Anforderungen der UL1310 (NEC Class2 Power Unit) gerecht.

Internationaler Einsatz ist sichergestellt

Das Rex-System ist in zwei unterschiedlichen Varianten verfügbar. Das Base-System ist eine kostenoptimierte Lösung für Standardanwendungen. Bei dieser Variante sammelt das Einspeisemodul den Status jedes einzelnen Sicherungsautomaten. Dieser wird in Form eines Sammelkontaktes der übergeordneten Steuerung bereitgestellt. Alternativ dazu stellt das COM-System eine Vielzahl von Informationen des Systems bereit und ermöglicht den Fernzugriff auf jeden einzelnen Sicherungsautomaten. Intelligente Buscontroller sammeln die Daten ein und leiten sie dann an die übergeordnete Steuerung weiter. Das erfolgt über IO-Link, Profinet, EtherNet IP, Ethercat, Modubus TCP, Modbus RTU sowie in Zukunft über OPC UA und MQTT. Durch die unterschiedlichen Kommunikationswege ist der flexible internationale Einsatz sichergestellt und lässt sich an die Präferenzen der unterschiedlichen Regionen anpassen. In der DACH-Region finden eher Lösungen mit Ethercat oder Profinet, in den USA eher Applikationen mit EtherNet IP Anwendung. Dabei kann die gesamte Elektrokonstruktion beibehalten und nur der entsprechende Buscontroller bei Bedarf angepasst werden.

Bei der Verwendung des COM-Systems stehen Transparenz und Anlagenverfügbarkeit im Vordergrund. Die permanente Status- und Messwertübertragung bietet einen klaren Überblick über die 24VDC-Absicherung und Stromverteilung. Statusänderungen oder eine veränderte Stromaufnahme der angeschlossenen Last sind sofort feststellbar. Dafür ist ein parametrierbarer Grenzwert ein sehr gutes Hilfsmittel. Erreicht der Laststrom diesen Wert, wechselt die Leuchtdiode des Sicherungsautomaten ihre Farbe und beginnt zu blinken. Da der Sicherungsautomat im Feld in irgendeinem Schaltschrank eingebaut ist, bleibt diese Vorwarnung oftmals unbeachtet. Im Gegensatz dazu überträgt das COM-System diese Informationen an die Steuerung und werden von dieser visualisiert. Dadurch ist der Anlagenbediener frühzeitig über Statusänderungen informiert und kann Gegenmaßnahmen ergreifen. Das wiederum verhindert eine fehlerbedingte Abschaltung und erhöht die Anlagenverfügbarkeit.

Verringerter Platzbedarf durch Kompaktheit des Systems

Die kompakte Bauform des Systems verringert den Platzbedarf im Schaltschrank deutlich. Im Vergleich zu herkömmlichen Sicherungsautomaten spart das Rex-System bis zu 65 Prozent Platz ein und wird dadurch den gestiegenen Anforderungen im Maschinen- und Anlagenbau gerecht.

E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH

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