„Mit dem Fuß auf dem Gas“

Interview mit Bernhard Wiedemann, Geschäftsführer der Bihl+Wiedemann GmbH

„Mit dem Fuß auf dem Gas“

Ob aktiv oder passiv: Wenn es um die Energieversorgung von Sensoren und -aktuatoren geht, bietet eine neue Verteilergeneration von Bihl+Wiedemann die passende Lösung für jedes Anlagenkonzept. Dabei muss sich der Anwender auch um den Leitungsschutz keine Gedanken machen: Er ist sowohl bei aktiven Verteilern als auch bei Passivverteilern bereits integriert.
Grundsätzlich gibt es bekanntlich zwei Arten, Sensoren und Aktuatoren an AS-Interface anzuschließen und mit Energie zu versorgen. Bei Komponenten, die AS-i ohnehin schon an Bord haben, genügt ein einfacher Passivverteiler. Aber auch für ganz normale Standardmodule ohne AS-i bietet sich eine effiziente Lösung: Sie lassen sich über sogenannte aktive Verteiler mit integriertem AS-Interface-Chip genauso unkompliziert ins Netzwerk einbinden.

Passivverteiler in fünf Bauformen

Die neuen Passivverteiler von Bihl+Wiedemann sind in fünf unterschiedlichen Ausführungen erhältlich:

  • • für AS-Interface- und AUX-Profilkabel mit fünf M12-Buchsen,
  • • in kompakter Bauform mit zwei M12-Buchsen,
  • • im nur 60x45x19mm großen, für die Montage im Kabelkanal ausgelegten Gehäuse mit Rundkabel,
  • • mit Push-In-Klemmen oder
  • • als Profilkabelabzweig, der sogar Übertragungen von bis zu 20A ermöglicht.

Zwei wichtige Pluspunkte der Bihl+Wiedemann-Lösungen liegen dabei im Bereich der Installation und in der einfachen und sicheren Anwendung.

Zusätzliche Endkappen entfallen

Während bei herkömmlicher Installation pro Modul zwei Passivverteiler für AS-i und AUX und damit bis zu vier AS-i-Endkappen benötigt werden, sind die neuen Passivverteiler als Start- und Endpunkt der Profilkabel geeignet und machen somit zusätzliche Endkappen überflüssig. Bei der Kontaktierung durch vier vergoldete – gedrehte, nicht gestanzte – Nadeln pro Leitung und zwei Nadeln pro Ader präsentiert sich das System typisch AS-i einfach: Die Stifte dringen de facto immer senkrecht in das Profilkabel ein und schließen etwaige Schwierigkeiten somit von vornherein aus. „Wir haben bei Produkttests während der Entwicklung immer wieder versucht, mutwillig Fehler zu machen“, sagt Produktmanagerin Johanna Schüßler. „Aber das Konzept lässt dazu definitiv keine Chance.“ Ein weiterer Vorteil der Passivverteiler von Bihl+Wiedemann findet sich beim Leitungsschutz, denn dieser ist in den Geräten optional bereits integriert: wahlweise in Form von vier 4A-Wechselsicherungen oder vier 1A-selbstzurücksetzenden Sicherungen. Der Anwender muss sich also auch im Fall von Kurzschlüssen keine Sorgen um Kabelbrände oder Beschädigungen der angeschlossenen Endgeräte machen.

Einfache Einbindung in das AS-i Netz

Diese Sorgen entfallen auch beim Einsatz der neuen aktiven Verteiler, die sich durch den integrierten AS-Interface-Chip gut zur Einbindung beliebiger Sensoren und Aktuatoren in das AS-i Netz eignen. Für Leitungsschutz und die entsprechende Sicherheit gerade im Fall von Kurzschlüssen sorgen die aktiven Verteiler selbst: mit einem im Modul integrierten Schutz. Außerdem eröffnen die aktiven Komponenten den Weg zu hoher Flexibilität. Zum einen eignen sie sich aufgrund ihrer kompakten, für die Verlegung im Kabelkanal ausgelegten Bauform auch für individuelle Verlegewege. Zum anderen lassen sich daran ganz unterschiedliche Komponenten anschließen. Die aktiven Verteiler gibt es sowohl als sichere Eingangsmodule mit einem zweikanaligen sicheren Eingang (SIL3, PLe) und einem Standardausgang wie auch als I/O-Module in unterschiedlichen Ausführungen. Darüber hinaus können die neuen aktiven Verteiler von Bihl+Wiedemann einen weiteren Trumpf ausspielen: Bei ihrem Einsatz entfällt naturgemäß die Leitung zwischen Verteiler und Komponente, was sich erfreulich vor allem im Hinblick auf die maximale Leitungslänge von AS-Interface bei der Konzeption größerer Anlagen auswirkt.

Bihl+Wiedemann GmbH
www.bihl-wiedemann.de

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